Muskelkater – wieso der Schmerz? Was kann man dagegen tun?

Unter Muskelkater wird ein Schmerz der Muskeln verstanden, der innerhalb von 12 bis 24 Stunden nach einem Training in der trainierten Muskelgruppen auftritt. In aller Regel kommt der Muskelkater durch eine extrem hohe oder auch ungewohnte Belastung im Muskelgewebe zustande. Wenn die Summe der entstandenen Verletzungen zu groß ist, registriert der menschliche Körper dies als Schmerz.

Daher kommt es immer dann zu einem Muskelkater, wenn eine exzentrische Muskelarbeit notwendig war. Denn während dieser Arbeitsweise entwickelt der Muskel eine sehr hohe Kraft. Praktisch ist es möglich, nach jedem Training einen Muskelkater zu bekommen. Wenn die Belastung hoch genug ist, kommt es zu Mikroverletzungen.

Dass der Muskelkater erst Stunden später nach der erhöhten Belastung auftritt liegt in der Anatomie sowie Physiologie des menschlichen Körpers begründet. Mikrotraumen werden normalerweise nicht als Schmerz wahrgenommen. Sie haben ihre Entstehung innerhalb der Muskelfaser, die Enden der Nerven liegen außerhalb der Fasern. Erst dann, wenn außerhalb der Faser größere Risse auftreten, kann umgehend ein akuter Schmerz wahrgenommen werden.

Im Rahmen des Heilungsprozesses der Mikroverletzungen kommt es zur Entstehung des Muskelkaters. Hierzu gehört stets eine Entzündung, welche mit einem Anschwellen des beschädigten Gewebes in Verbindung steht. Wenn nun ausreichend kleinere Verletzungen vorhanden sind, entsteht durch diese Schwellungen ein starkes Druckgefühl auf das Gewebe, was vom Menschen als Schmerz, sprich Muskelkater, wahrgenommen wird. Klingt der Heilungsprozess ab und gehen die Schwellungen dadurch wieder zurück, so lässt der Schmerz binnen drei bis vier Tagen nach.

Um den Heilungsprozess beschleunigen zu können, haben sich beispielsweise Wärmeanwendungen bewährt. Durch die Zufuhr von Wärme kommt es zur Schmerzlinderung. Ähnlich positiv wirken sich schmerzfreie Bewegungen aus.

Bildquellenangabe: Stephanie Hofschlaeger / pixelio.de

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